Redaktionsarbeit – Magazin für Designwissenschaft

 

Mit Überlegungen zur Psychologie der Gestaltung, der Designtheorie und dem persönlichen und gesellschaftlichen Wert der Dinge, mit denen wir uns umgeben, beschäftigt sich unter anderem die Designwissenschaft.

Das „Neuwerk – Magazin für Designwissenschaft“ Nr. 4 befasst sich mit dem Thema Stille.

Stille und Design, eine Beziehung so komplex wie eindeutig. Stille kann im Sinne einer nutzerfreundlichen Gestaltung zum Ideal erhoben oder in einem verkaufsorientierten, lauten Design verneint werden. In der vierten Ausgabe des Neuwerk-Magazins mit dem Themenschwerpunkt Stille nähern wir uns verschiedenen Aspekten dieses Spannungsfeldes an.

In einem Redaktionsteam haben wir zu sechst zehn externe Autoren gewinnen können, Texte zum Thema zu schreiben. Ich selbst habe einen Text über Design Thinking (pdf, link) verfasst. Die Gestaltung hat Silke Meffert übernommen.
Die „Neuwerk“ erschien im Frühjahr 2015 im form+zweck Verlag, Berlin.
Neuwerk Blog

 

Bachelorarbeit – Original und Kopie

 

Was ist Original? Und was Kopie? Gibt es im digitalen Zeitalter überhaupt noch einen Unterschied?

Gegliedert in vier Bereiche habe ich mich mit dem Thema auseinandergesetzt. Kopie des Ganzen, Kopie eines Teils, Kopie der Idee und Inspiration.

Passend zu den jeweiligen Bereichen habe ich mich in analoge Gefilde begeben um dem Original auf die Schliche zu kommen. Oder der Kopie? Ich habe Interviews (z.B. mit der Piratenpartei über das Urheberrecht) geführt und Exkuse gemacht. Ich habe mit einem Apfelbauern gesprochen – die Veredelung ist die gängige Methode um den Bestand von Äpfeln in guter Qualität zu wahren. Dabei wird ein Klon eines Apfelbaums auf den Stamm eines andern gepfropft.

Mit Modelleisenbahnern hatte ich ein interessantes Gespräch über Modelle und die Realität, die sie niemals ganz abbilden können. Rezepte bilden die Anleitung für die Erstellung eines Gerichtes. Was, wenn man nur die Zutaten und nicht die Handlungsanweisungen hat? Kaum werden je zwei Gerichte gleich schmecken, wenn zwei verschiedene Menschen sie kochen.

Kopieren ist Teil unserer Kultur, sie entsteht und besteht daraus, das aufeinander aufgebaut wird. Eine Kopie ist dann keine mehr, wenn ihr im Vergleich zum Original etwas Neues, Eigenes hinzugefügt wird.

Diese Überlegungen brachten mich auf das Thema Open Source/Open Design, welches noch immer ein interessantes Feld für mich darstellt.

 

Schriftgestaltung – Tenura

 

Eine Schrift wie die Architektur einer Stadt. Im zweiwöchigen Sommercamp habe ich im Team mit zwei anderen Gestaltern eine Schrift entwickelt – die Tenura.

Die Eigenheiten der Stadt Spoleto im italienischen Umbrien wurden auf die Formen der Typen übertragen. Eng gepresste Häuschen, hohe, schlanke Türme und verwinkelte Gassen, sowie die Stadtmauer, welche aus drei Steinschichten besteht (jede aus einer anderen Zeit), brachten uns auf die Idee einer serifenlosen Versalschrift. Jede Type ist in drei Schriftschnitten vorhanden (narrow, normal, extended) und kann frei nach Platz und Lust mit den anderen komibiert werden. Dabei entsteht ein lockeres Schriftbild, das im Blocksatz am besten wirkt.

Die Tenura ist eine Auszeichnungsschrift und nicht für Lese- oder Fließtext gedacht.

 

Print – Selbstverständlichkeit

 

 

Was, wenn Klopapier zu einem Buch gebunden wird? Ein Experiment über die Wertigkeit von Papier und was passiert, wenn es aus seinem Kontext gehoben wird. Fünf Büchlein befassen sich auf unterschiedliche Art und Weise mit dem Thema der Wertigkeit. Buch eins mit einlagigem Klopapier, Buch zwei mit zweilagigem usw.